Bondi Beach

05. September, Sydney, 20:11

Nachdem der erste Tag überstanden war, hab ich nach der Welcome-Barparty erstmal schön ausgeschlafen. Heute war das Wetter wirklich sehr gut, also sind wir alle zum Bondi Beach gefahren, um (wie sollte es bei Bondi auch anders sein), surfen zu gehen.

Einer meiner Roommates hat bereits echt viel Erfahrung im Surfen und hat uns anderen dann einiges gezeigt. Nachdem wir die Boards den Weg runter zum Strand getragen haben, haben wir einige Trockenübungen gemacht. Ich war wirklich super aufgeregt, als es dann ins Wasser ging. Der Wellengang war sogar relativ in Ordnung, glücklicherweise nichts allzu wildes für den Anfang. Das Board durch die ersten brechenden Wellen nahe des Ufers zu kriegen, war schon eine kleine Herausforderung,  doch nach kurzer Zeit waren wir in guter Lage. Ich hätte niemals gedacht, dass es so schwer sein würde, sich mit dem Board zu drehen und mitzupaddeln, um die Welle zu erwischen. Das Paddeln generell ging sehr auf die Arme, aber davon habe ich auch erst später was gemerkt. Insgesamt war meine Surf-Erfolgsbilanz ziemlich traurig, aber es hat so unglaublich viel Spaß gemacht, dass ich gar nicht mehr aus dem Wasser wollte. Welle um Welle schmetterte in mein Gesicht, aber mit jedem missglückten Surfversuch wollte ich es umso mehr schaffen. Schlussendlich ist es mir einmal gelungen, mich kurz auf dem Brett aufzurichten. Auch wenn ich in der nächsten Sekunde direkt wieder mit dem Gesicht voran ins Wasser gefallen bin, dieses kurze Glücksgefühl hat wirklich einen echten Suchtfaktor. Ein weiteres Ziel für dieses Jahr wird es wohl sein, definitiv Surfen zu lernen. Es hat einfach etwas ganz besonderes, und wo, wenn nicht in Australien?

Anschließend haben wir uns noch etwas in die Sonne gelegt, da aber gerade erst Frühlingsbeginn hier ist, wurde es etwas frisch („nur“ 20 Grad). Bevor es dann zurück ins Hostel ging, sind wir zum berühmten Bondi Icebergs Pool gegangen, von da oben hatte man auch eine mega schöne Aussicht über den gesamten Strand. Leider ist die Sonne zu dem Zeitpunkt bereits etwas tiefer gesunken, aber nun wirklich an diesem Ort zu stehen, den man jahrelang nur auf Bildern gesehen hat, war ein unglaubliches Gefühl.

Leider war es zum Schwimmen etwas zu spät, aber da mir noch einige Zeit in Sydney bleibt werde ich diesen Punkt auch ganz bestimmt bald von meiner Liste abhaken können. Insgesamt gehört Bondi Beach zu einem meiner Lieblingsorte in Sydney bisher, und ich kann mir nur vorstellen wie wunderbar es in der Sommerzeit da werden wird. Meine Zeit in Australien ist genauso und zugleich ganz anders, als in meinen Vorstellungen, aber ich würde es auf keinen Fall auch nur irgendwie anders haben wollen. Jeden Tag entdecke ich etwas neues, das meine Begeisterung für dieses Land noch mehr steigert, und bin mega gespannt, wohin mich diese Reise noch bringen wird.

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