Life Update

10.09.19 – WakeUp! Hostel Sydney, 01:24


Nun ist es nach australischer Zeit genau eine Woche her, seit ich mich auf den Weg Down Under gemacht habe. Viel ist in dieser kurzen Zeit bereits passiert, unter anderem war ich krank, das erste Mal surfen, hab superviele neue Leute kennengelernt, mich mit Goon, dem australischen Backpackerwein, vertraut gemacht, und nun auch endlich einen Job gefunden!! Mittwoch habe ich meine erste Schicht, sozusagen eine Probeschicht, hoffentlich entwickelt sich alles gut. Das Cafe bzw. Restaurant bzw. Bar (eine Mischung aus allem) befindet sich direkt beim Darling Harbour, also zu Fuß nur fünfzehn Minuten. Die Location gefällt mir sehr gut, der Ausblick ist wunderschön und ich könnte mir echt gut vorstellen, da zu jobben. Gestern habe ich meinen Aufenthalt im Hostel um weitere sieben Nächte verlängert: Der Plan ist es, a) einen Job zu finden und b) anschließend eine Wohnung bzw Flatshare. Da Punkt a) nun glücklicherweise sogut wie abgehakt ist, bin ich momentan mit zwei Roommates die ich hier im Hostel kennengelernt habe auf Wohnungssuche. Morgen stehen zwei Besichtigungen an, mal sehen was daraus wird. Sydney gefällt mir wirklich sehr gut, und ich freue mich wirklich auf diese Zeit bis Neujahr, die ich hier verbringen werde. Es ist zwar im Vergleich zu letztem Mittwoch und Donnerstag leider sehr kühl und windig geworden (typisch Frühlingswetter), aber ich hoffe dass sich das sehr schnell ändert. Am Samstag sind wir alle, nachdem wir in einem koreanischen Restaurant den Geburtstag eines Roommates gefeiert haben, abends zum Darling Harbour gegangen. Jeden Samstagabend um 20:30Uhr findet dort nämlich ein großes Feuerwerk statt, zu dem sich auch echt viele Menschen versammeln. Wir haben uns dann auf die Pyrmont Bridge gestellt und darauf gewartet, dass es losging. Die Aussicht war mit den ganzen belebten Restaurants und beleuchteten Bars bereits richtig schön, doch als das Feuerwerk losging ist es sogar noch besser geworden. Das Feuerwerk bestand aus den unterschiedlichsten Farben und Formen, es schoss mal bis ganz nach oben und mal gab es zehn Meter hohe, bunte Fontänen. Man kann sich sicherlich denken, wie viele Bilder und Videos ich hier gemacht habe, und es fällt mir gerade echt schwer, nur zwei drei für den Blogpost auszuwählen.
Von der Kälte habe ich wirklich nichts mitbekommen, das Feuerwerk war wirklich superschön und nun freue ich mich umso mehr auf Silvester in Sydney, ich denke das wird all meine Erwartungen übertreffen.

Am Wochenende war auch das sogenannte „Festival of the Winds“, das einmal pro Jahr am Bondi Beach stattfindet. Ich hab noch nie so viele Drachen unterschiedlicher Form und Farbe auf einmal in der Luft gesehen, es war überwältigend. Natürlich habe ich einiges an Fotos und auch Videos gemacht, aber die Anzahl der Drachen konnte man nur wirklich nachempfinden, wenn man vor Ort war. Gefühlt ganz Sydney hatte sich am Strand und auf den nebenliegenden Rasenflächen versammelt, der Geruch von Grillfleisch und allem möglichen strömte von den aufgebauten Essenszelten über den Strand, begleitet von Live-Gesang und Tanz. Der Himmel war wolkenlos, strahlend blau, und man hat die gute Laune der Menschen förmlich gespürt. Obwohl es teils so eng war, hat das überhaupt nicht gestört. Neben vielen Meerestieren, Schmetterlingen und traditionellen Drachen flogen auch drei größere Koalas, ein Pferd und ein riesiger Buckelwal-Drache (einen größeren Drachen habe ich noch nie gesehen) in der Luft. Für diese Drachen war extra eine größere Strandfläche freigemacht worden, der Anblick war wirklich echt schön, vor allem mit dem Meer im Hintergrund. Die Zeit verflog wirklich ziemlich schnell, und es wurde wegen des Windes auch echt kalt, weshalb wir uns dann nach einigen Stunden in einen der überfüllten 333er Busse zurück nach Haymarket zu unserem Hostel gequetscht haben (Die Strecke nach Bondi und zurück ist so ziemlich die holprigste Angelegenheit überhaupt). Während des Wochenendes habe ich auch gemerkt, dass ich den Jetlag mittlerweile so gut wie überstanden habe, und obwohl natürlich einiges an Heimwehgefühlen vorhanden ist bin ich nun ganz sicher, dass diese Zeit in Australien die beste Entscheidung gewesen ist. Die Atmosphäre, das Lebensgefühl und generell die Leute sind im Vergleich zu Deutschland einfach sehr unterschiedlich. Überall heißt es „Sorry“ und „How can I help you?“, ein langes Gesicht machen ist bei Australiern einfach nicht so angesagt wie bei Deutschen. Was mir dafür aber etwas negativ aufgefallen ist, sind die generellen Preise in den ganzen Läden. Es ist unglaublich, wieviel man hierzulande nicht nur für Gemüse & Co. sondern auch für einfache Lebensmittel ausgeben muss. Zwar habe ich schon gehört, dass das australische Preisniveau etwas höher sein soll als das deutsche, aber jetzt wo ich hier bin wird mir das nochmal ziemlich deutlich bewusst. Gut, dass ich jetzt wahrscheinlich einen Job habe, sonst wäre wohl jeden Tag Subway angesagt. Der Abend heute wird noch etwas entspannt im Zimmer verbracht, morgen ist im Hostel Trivia-Night und bis Freitag sind wir wahrscheinlich jeden Tag wieder feiern. Gute Nacht von mir 😴

Hinterlasse einen Kommentar