Seit meinem letzten Beitrag ist jetzt wirklich viel zu viel Zeit vergangen, und obwohl ich eigentlich echt aktiver sein wollte, ist erst heute die Motivation (und die Zeit) da, um mich mal wieder ans Schreiben zu setzen. Seit mittlerweile mehr als einem Monat habe ich das Hostelleben hinter mir gelassen und bin in ein Appartment in Chippendale gezogen, circa fünfzehn Minuten entfernt von meiner alten Unterkunft. Mir gefällt es sehr, obwohl ich während der Zeit hier aber auch die Vor- und Nachteile des Appartmentlebens gespürt habe. Der eigene Pool und das kleine Gym sind da natürlich zwei große Vorteile 😉

Etwas, wovon ich nicht dachte es sehr zu vermissen, ist der Trubel. Im Hostel lernt man echt sehr schnell sehr viele Leute kennen, und im Appartment hatte ich das Gefühl, mich insbesonders in der letzten Zeit etwas abgekapselt zu haben. Das ist auch einer der Gründe, weshalb ich mich entschieden habe, demnächst für mindestens eine Woche wieder ins Hostel zu ziehen, ich bin echt gespannt wie ich damit klarkomme, nach verhältnismäßig so langer Zeit mit mehr Privatsphäre. Was die Arbeit angeht bin ich jetzt wirklich voll und ganz drin, anfangs war es zwar hart nur einen freien Tag in der Woche zu haben, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt. Außerdem macht die Arbeit im Blackbird Café sehr viel Spaß, vor allem mit all meinen Arbeitskollegen die ich echt schnell ins Herz geschlossen habe. Teilweise habe ich das Gefühl, die Wochen verfliegen unglaublich schnell: Ich bin nun sogut wie zwei Monate schon in Australien! Der einzige Faktor, an dem ich dies aber wirklich deutlich merke, ist abgesehen von meinem Sperrbildschirm das Heimweh, das nun schon öfters einsetzt als zu Anfang, als alles noch so neu war und wir jeden Tag ausgegangen sind. Aber hey, das gehört zu diesem Experience dazu und so sehr ich mich (jetzt schon) freue, meine Familie nächstes Jahr wieder in die Arme zu schließen, steigt die Freude mehr und mehr auf die noch bevorstehenden Roadtrips. Momentan bin ich mit ein paar anderen Mädels dabei, unsere Reise für die Eastcoast zu planen (und hoffentlich auch bald zu buchen), losgehen soll es im Januar, two more months to go!! Bis dahin heißt es dann natürlich fleißig arbeiten, Geld sparen und noch mehr arbeiten, aber wann immer dann Zeit oder ein freier Tag reinrutschen, wird Sydney erkundigt. Den vergangenen Dienstag, an meinem einzigen freien Tag diese Woche, habe ich mit Freunden endlich den Bondi to Coogee Coastal Walk gemacht – das war schon ziemlich lange überfällig! Leider haben wir ihn aus Zeitgründen nicht ganz beenden kömnen (und vielleicht, weil wir viel zu lange viel zu viele Bilder gemacht haben), aber der Walk ist auf jeden Fall verdientermaßen so bekannt! An mehreren Stränden und Klippen vorbei hat man echt viel Abwechslung und mit ein paar der schönsten Aussichten in ganz Sydney!

Ganz ungefährlich ist es an einigen Stellen auch nicht, ziemlich steil eher, aber wenn man aufpasst, wohin man tritt und beim Fotos machen aufpasst, ist man auf der sicheren Seite. Für die Zeit, die ich jetzt schon in Sydney bin, war ich definitiv an viel zu wenigen Orten, aber vor allem jetzt, wo es schön warm und sonnig ist wird das alles nachgeholt. Etwas, was ich hier wirklich cool finde, ist die Offenheit und Spontanität der Leute. Letztens hatte ich einen freien Tag und habe auf Facebook spontan in eine Sydneygruppe gefragt, wer Lust haette etwas zu unternehmen. Zwei Stunden später war ich mit einem richtig netten Australier auf dem Weg zu Palm Beach, er hatte mich sogar netterweise mit dem Auto vor der Haustür abgeholt. Zwar haben wir es, weil es schon schnell dunkel wurde, nur bis zu einem Vorläufer von Palm Beach geschafft, aber es war trotzdem ein richtig schöner Kurztrip, vor allem weil man sich hier mit eigentlich allen gut versteht und auch wenn man sich nicht kennt, ist es sehr einfach eine echt gute Zeit zu haben (auch immer wieder gut, um das Englisch zu verbessern 😉 ).


Momentan ist mein ungefaehrer „Plan“ (wenn man ihn so nennen kann), den Januar die Eastcoast zu bereisen, dann weitere anderthalb Monate in Sydney zu arbeiten, anschließend die Westküste und andere Teile des Kontinents zu sehen und gegen Ende erneut kurz zu arbeiten: Das Geld muss ja auch irgendwo herkommen. Wenn noch Zeit bleibt, würde ich auf jeden Fall gerne einen kleinen Abstecher nach Neuseeland machen, bevor es dann auf die große Reise nach Asien geht. Natürlich muss man dazu sagen, dass es nie so läuft wie eigentlich geplant (diese Erfahrung habe ich hier selber machen müssen), also bin ich dementsprechend gespannt, wie es weitergehen wird.