04.01 – 06.01.2020 // Eastcoast Roadtrip
Nun ist es so weit: Der Eastcoasttrip, den ich vor ungefähr drei Monaten mit Freunden in Sydney gebucht hatte, stand nun an! Die Zeit ist seitdem rückblickend echt unglaublich schnell vergangen, hat sich aber gleichzeitig auch echt gezogen: Ganz komisch im Nachhinein. Jedenfalls machten wir uns Donnerstagabend auf den Weg und erreichten am Morgen des nächsten Tages das erste Ziel unseres Roadtrips: Byron Bay! Am ersten Tag waren wir eigentlich nur am Strand, und haben das paradiesisch schöne Wetter und den blauen Himmel genossen.

Wir haben uns in unserem Hostel, dem „Byron Bay Beach Hotel“ Surfboards ausgeliehen, und sind damit an den Strand. Die Wellen waren eigentlich ideal für Anfänger, und es hat auch echt Spaß gemacht, aber ich finde es wirklich superschade, dass ich nicht öfter die Möglichkeit zum Surfen habe, denn dann würde ich es auch schneller lernen können.
Nachdem wir uns ein wenig ausgepowert haben, haben wir uns gesonnt, ganz viel gebräunt, und einfach nur Byron Bay genossen. Nachmittags sind wir dann ins Zimmer eingecheckt, und insgesamt gefällt es mir hier wirklich unglaublich gut! Wir leben wirklich nur fünf Minuten von der Main-Beach weg, und alles ist sehr sauber und schön gestaltet.

Wir sind ins Zimmer 124 im ersten Stock eingecheckt, und da das Hotel nur zwei Stockwerke hat, ist es auch sehr süß und familiär. Am ersten Abend gab es auf der Rooftopbar/-Chilloutarea ein Free BBQ, wo es sogar vegetarische Würstchen gab, und wir natürlich auch gut reingehauen haben.

Am zweiten Tag, dem Samstag, bin ich sehr früh aufgewacht, um den Sonnenaufgang am Strand um 5:30 Uhr morgens sehen zu können, und es war auch wirklich schön.

Dann ging es direkt wieder ins Bett, und um 10:00 Uhr morgens sind wir dann nach dem Frühstück zum Treffpunkt unserer ersten kleinen Tour gegangen: „Kayaking with Dolfins“ bei dem Anbieter „Cape Byron Kayaking“. Wir sind in Zweierkayaks ziemlich weit aufs Meer hinausgepaddelt, und es hat unglaublich viel Spaß gemacht, war aber auch wirklich genauso sehr anstrengend. Die Tourguides waren aber wirklich echt lustig und cool drauf, und hatten viel Geduld mit uns allen. Delfine haben wir zwar leider nicht gesehen, was sehr schade war. In diesen Gewässern sollen so 300 bis 400 Delfine leben, und ich war schon etwas traurig, dass wir keine zu Gesicht bekommen haben.



Nach drei Stunden auf dem Wasser ging es dann auch wieder zurück an den Strand, und auf dem Rückweg wurde mir dann auf einmal ziemlich schlecht: Richtig seekrank war ich vorher noch nie, aber auf dem Weg zurück hatte ich keinen unbeweglichen Horizont vor Augen und die Wellen waren dann auch sehr unruhig. Außerdem hat sich dann eine kleine, bläulich durchsichtige Qualle auf meinen Knöchel gesetzt und obwohl ich sie schnell abgeschüttelt habe, hat es dann in meinem ganzen Bein unangenehm gebrannt und gezogen. Zum Glück hat mir der Guide gesagt, dass diese Qualle harmlos ist, und ich in einer Stunde nichts mehr davon spüren würde. Am Strand gab es dann, ganz australisch, Tim-Tams um den Zuckerhaushalt wieder in Gang zu bringen. Bevor es zurück ging, sind wir noch ein wenig in den kleinen Läden bummeln gewesen, da es hier wirklich schöne Sachen und Klamotten gibt, aber wurden dann direkt von den hohen Preisen abgeschreckt: 180 Dollar nur für eine Bikinihose war dann doch etwas zu viel des Guten. Zurück im Hotel haben wir uns dann gemeinsam Mittagessen gekocht: Reis mit einer Menge Gemüse, Frühlingszwiebeln und Sojasoße: Wirklich superlecker.

Anschließend haben wir uns auf den Weg zum bekannten Byron Bay Lighthouse gemacht, zu welchem wir circa vierzig Minuten gelaufen sind. Der Weg war zwar teilweise etwas anstrengend, aber es hat sich mehr als gelohnt.


Nachdem wir ein paar Bilder gemacht haben, haben wir den Sonnenuntergang von da oben betrachtet, was wirklich sehr schön war.



Wieder zurück sind die anderen ausgegangen, was der ursprüngliche Plan war, ich bin aber hier geblieben, habe noch entspannt etwas gegessen und ein wenig Energie gesammelt, da es am Tag darauf, dem Sonntag, wieder früh losging nach Nimbin, dem berüchtigten Hippiedorf hier in der Nähe von Byron. Um zehn wurden wir vom Bus eingesammelt, und dann ging es auch schon los. Auf dem Weg nach Nimbin haben wir noch zwei Stopps gemacht, einmal bei den „Killin-Waterfalls“ und einmal bei einem Lokal, um kurz Pause zu machen.

Endlich in Nimbin angekommen, haben wir alles erkundet, bei den 37° Grad ging aber schnell die Energie raus. Trotzdessen war Nimbin eine wirklich coole Erfahrung, Schauplatz des „Aquarius“-Festivals in den 1970ern, jetzt voller Hippie-Läden und kleiner Bars, in denen es überall ziemlich verdächtig gerochen hat 🌱. Das „Aquarius Festival“ ist wohl ziemlich bekannt, wird auch als das australische „Woodstock“ angesehen, und hat wohl hier in Nimbin die Hippiebewegung in Gang gesetzt, das habe ich mir zumindest sagen lassen.

Vorher war Nimbin ein sehr kleiner Ort, in dem Milchprodukte hergestellt wurden, doch nach „Aquarius“ hat sich dies so ziemlich geändert, da auch viele der damaligen Festivalbesucher aller Altersklassen in Nimbin oder Umgebung geblieben sind. Viele Locals haben wir auch gesehen, welche wirklich authentisch wie Hippies aussahen, und vom Alter her wahrscheinlich sogar in den 1970ern am Festival teilgenommen haben könnten.

Nachdem wir die bekannte Nimbin Rainbow-Wall und einige andere schöne Spots abgeklappert haben, haben wir uns mit dem Rest der Reisegruppe bei einer BBQ-Station getroffen, wo es dann leckere Aussie-Burgers gab (natürlich optional auch vegetarisch).




Nach einer kleinen Pause ging es dann auch schon wieder in den Bus, wo dann bei der brütenden Hitze selbst die Klimaanlage versagte und wir alle ziemlich geschwitzt haben, bis jemand auf die schlaue Idee kam, die kleinen Klappfenster zu öffnen – wenn die Technik versagt, muss man sich eben auf die klassische Art zu helfen wissen :). Wieder im Hostel sind wir vor dem Essen noch kurz zur bekannten Byron Bay „Golden Breed“ Fotowand gegangen, welche sich hier wirklich direkt in der Nähe des Hostels befindet.

Dann gab es Kartoffelecken, Möhrensticks und dazu leckere Sourcreme mit Frühlingszwiebeln. Da es morgen bereits um 07:55 AM nach Surfers Paradise losging, habe ich nach dem Essen angefangen, meinen Bagpack zu packen, da schon ziemlich viele Sachen kreuz und quer herumlagen. Byron Bay hat uns wirklich nicht nur eine krasse Tanline, sondern auch eine richtig schöne Zeit beschert, und im Nachhinein hätte ich hier noch ruhig ein paar Tage länger bleiben können, insbesonders in diesem echt schönen Beach Hotel. Aber jetzt freue ich mich schon auf Surfers Paradise, was dann morgen ansteht.